Rundlaufprüfung nach dem Schwenken

Von Kevin Qu

Nach dem Schwenken lässt sich prüfen, ob eine definierte Messfläche wiederholbar zur Bearbeitungsachse liegt. Eine Messuhrprüfung des Rundlaufs ist dabei von einer geometrischen Konzentrizitätsmessung zu unterscheiden. Ergebnis und Aussage hängen von Bezug, Backen, Verriegelung, Werkstück und Messaufbau ab.

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Das Video zeigt eine Messuhrprüfung nach dem Schwenken. Bei der Bearbeitung mehrerer Richtungen bleibt das Werkstück eingespannt; anschließend wird geprüft, ob die Messfläche für den nächsten Bearbeitungsschritt ausreichend genau liegt.

Die Winkelposition allein beschreibt das Ergebnis nicht vollständig. Auch Backenabstützung, Verriegelung und Werkstückbezug müssen stabil bleiben.

Was ist zu prüfen?

Halten Sie bei der Rundlauf- oder Lageprüfung folgende Bedingungen fest:

Nur bei eindeutig beschriebenem Messaufbau lässt sich ein Ergebnis sinnvoll vergleichen.

Schnittdarstellung eines Schwenkfutters
Abstützung und Verriegelung gehören zur Prüfung des Spann- und Schwenkablaufs.

Warum ist die Wiederholbarkeit nach dem Schwenken wichtig?

Bei Ventilgehäusen und Rohrverbindern müssen mehrere bearbeitete Flächen oft zueinander passen. Verschiebt sich das Teil beim Schwenken, können Anschlusslage, Flächenbezug und Bearbeitungszugabe der nächsten Operation abweichen.

Die Prüfung ist deshalb besonders bei zusammengehörigen Merkmalen in mehreren Richtungen und bei Serienfertigung wichtig.

Der Prüfablauf sollte den späteren Produktionsablauf abbilden. Änderungen an Beladerichtung, Backenstellung, Spanndruck oder Messfläche können das Ergebnis verändern. Dokumentieren Sie diese Bedingungen zusammen mit Zeichnung und Aufspannung.

Maßzeichnung des Schwenkfutters AC
Maßzeichnung zur Einbauprüfung; sie zeigt kein Messergebnis zur Rundlaufgenauigkeit.

Mögliche Anwendungen

Die Prüfung eignet sich für Entwicklung, Abnahme und Fertigungskontrolle von Schwenkaufspannungen, beispielsweise an Ventilen, T-Stücken und Winkelstücken.

Ohne geeignete Messfläche oder bei wechselndem Bezug sind Ergebnisse nur eingeschränkt vergleichbar. Dasselbe gilt, wenn zwischen Messungen unterschiedlich neu gespannt wird.

Auswahlhinweise

Senden Sie Zeichnung, Bezugsdefinition, Messfläche, Toleranz, Schwenkwinkel, Backenanordnung, Spannverfahren und Messmethode. Bei Guss- und Formteilen ist vorab eine geeignete Messfläche festzulegen.

Geben Sie auch den Zweck an: Abnahme, Fehlersuche oder Serienkontrolle. Daraus ergeben sich unterschiedliche Prüfintervalle und Dokumentationsanforderungen.

Prüfen Sie alle relevanten Stellungen mit demselben Verfahren. So lassen sich Schwenkfehler besser von Messaufbaufehlern oder einer einzelnen schlechten Anlage unterscheiden.

Passende Spanntechnik

Weitere Möglichkeiten finden Sie in der KORRETTO- Schwenkfutter-Übersicht und Hydraulische automatische Schwenkfutter. Zu Bearbeitungsverfahren für Ventile siehe Drei Bearbeitungsverfahren für Ventilwerkstücke.

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Häufige Fragen

Was wird nach dem Schwenken geprüft?

Ob die definierte Messfläche nach dem Schwenken wiederholbar zur Bearbeitungsachse liegt. Die genaue Aussage hängt vom Messverfahren und Bezug ab; Rundlauf ist nicht gleich Konzentrizität.

Warum den Rundlauf nach dem Schwenken prüfen?

Damit lässt sich beurteilen, ob Werkstückanlage und Verriegelung die geforderte Lage für die nächste Bearbeitung erhalten.

Was beeinflusst die Wiederholbarkeit nach dem Schwenken?

Backenkontakt, Bezug, Verriegelung, Werkstückform, Verschmutzung, Spannkraft und Messverfahren.

Wann ist diese Prüfung sinnvoll?

Bei Abnahme, Prozessentwicklung und Fertigungskontrolle mehrseitig bearbeiteter Teile mit zusammengehörigen Bezugsflächen.

Welche Angaben benötigen wir für eine Empfehlung?

Hilfreich sind Zeichnung, Bezugsdefinition, Messfläche, Toleranz, Schwenkwinkel, Backenauslegung und Messverfahren.

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