Unser neu gefertigter Spanndorn: Werkstückspannung über die Innenbohrung

Von Kevin Qu · 3. Oktober 2026

Ein gerade fertiggestellter Spreizdorn

Diesen Spreizdorn haben wir gerade fertiggestellt. Die Fotos zeigen ihn von vorn und von der Seite. Die geschlitzte Hülse spannt in der Werkstückbohrung. Dorn und Flansch sorgen für Abstützung und Befestigung. Die Außenfläche bleibt für das Werkzeug frei.

Was die beiden Fotos zeigen

Vorn sind die Hülsensegmente und die Stirnseite sichtbar. Seitlich erkennt man Hülsenlänge, Dornauskragung und Flanschdicke. Bei der Auslegung betrachten wir Bohrungsdurchmesser, nutzbare Spanntiefe und verfügbaren Einbauraum gemeinsam.

Neu gefertigter Spanndorn mit segmentierter Spannhülse und rundem Montageflansch
Schräge Vorderansicht des neuen Spanndorns mit geschlitzter Hülse, Dornabstützung und Montageflansch.
Seitenansicht des Spanndorns mit Hülsenlänge und stützendem Dornabschnitt
Seitenansicht mit Längsschlitzen, Dornausladung und Flanschaufnahme.

Innen spannen, außen bearbeiten

Ein Spreizdorn spannt durch Aufweiten in der Bohrung. Ist diese Bohrung der Bearbeitungsbezug, kann das Teil daraus für die Außen- oder Planbearbeitung ausgerichtet werden. Außenbacken stehen dabei nicht im Werkzeugweg.

Typische Arbeiten sind Außendrehen, Plandrehen, Außennuten und Konturen. Auch bei einer bereits fertigen Außenfläche kann das Spannen in der Bohrung sinnvoll sein. Vor dem Beladen wird festgelegt, welcher Bohrungsabschnitt spannt und welche Stirnfläche oder Schulter axial anliegt.

Spanndorne und Innenexpansions-Spannsysteme

Bohrung, Spannlänge und Anlage

Die Hülse wird nach tatsächlichem Bohrungsdurchmesser und Toleranz gewählt. Der nutzbare gerade Abschnitt bestimmt die Kontaktlänge. Fasen, Freistiche, Stufen und Freiraum am Sacklochboden gehören in die Zeichnung. Die gesamte Teilelänge ist nicht automatisch die Spannlänge.

Die Hülse weitet sich radial auf. Eine Anlagefläche oder ein Anschlag legt die axiale Position fest. Anlage- und Bearbeitungsflächen werden getrennt benannt; der Werkzeugzugang bleibt frei. Flanschbohrungen, Anschlussmaße und Dornauskragung müssen zur Maschine oder Vorrichtung passen.

Wanddicke, Material und Schnittrichtung zählen ebenfalls. Bei dünnen Wänden werden Kontaktfläche und Spannkraft gemeinsam geplant, um Verformung zu begrenzen. Längere Auskragungen brauchen eine passende Abstützung. Ausgangspunkt bleiben Werkstück und Bearbeitung.

Typische Werkstücke für Spreizdorne

Hülsen, Buchsen, Ringe, Zahnradrohlinge und Flansche mit Bohrung sind typische Beispiele. Nach dem Herstellen der Bohrung kann diese für die nächste Außen- oder Planbearbeitung genutzt werden. Bei Wechselhülsen werden Bohrungsmaß, Toleranz, Kontaktlänge und Anlagefläche dokumentiert.

Die Ausführung passend zur Bohrung

Durchgangsbohrungen, Sacklöcher und flache Bohrungen verlangen unterschiedliche Ausführungen. Eine austauschbare Spreizhülse und ein vollständiges Spannfutter haben ebenfalls verschiedene Aufgaben. Über die Links unten können Sie nach Bohrungsart und Maschinenbefestigung vergleichen.

Ein Spreizdorn für Ihr Teil?

Sie benötigen einen ähnlichen Dorn? Senden Sie Zeichnung oder 3D-Modell mit Bohrungsmaß und Toleranz, Tiefe, Material, Wanddicke, Anlage und Bearbeitungsflächen. Maschinenanschluss, Betätigung und Beladeablauf helfen uns, Hülse und Dorn zu besprechen.

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